Pädagogium Neckarbischofsheim :: Hauptstraße 34 :: 74924 Neckarbischofsheim

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Qualitätsleitlinien

Grundhaltung den Bewohnern und Familien gegenüber


* Wir legen Wert darauf, dass in unserer Einrichtung alle Bewohner wertgeschätzt und akzeptiert werden – unabhängig von Herkunft, ethnischer und religiöser Zugehörigkeit, Begabung, Geschlecht, Aussehen, Umgänglichkeit und Lebensentwurf. Eine solche Haltung den uns anvertrauten Menschen nahe zu bringen kann nur dann gelingen, wenn sie auch zwischen den Fachkräften verwirklicht und vorgelebt wird.
* Wir achten, wahren und fördern dabei insbesondere das Recht des uns anvertrauten Menschen auf
o Körperliche Unversehrtheit
o Psychische Unverletzlichkeit (Schutz vor psychischen Verletzungen, Diskriminierungen)
o Entfaltung der Persönlichkeit im Rahmen der Zielabsprachen des Hilfeplans
o Wahrung der Eigentumsrechte
o Vertraulichkeit und Schutz ihrer Daten
* Wir verhelfen den jungen Menschen dazu, die im Laufe ihrer Biographien entstandenen Lücken in der Persönlichkeitsentwicklung so auszufüllen, wie es ihrem eigenen Wesen entspricht. Unabhängig von der jeweilig fachlich theoretischen Orientierung unserer Einrichtung wird in der praktischen Arbeit mit den jungen Menschen dort angesetzt, wo Fähigkeiten und Tendenzen zur erfolgreichen Bewältigung von Entwicklungsaufgaben erkennbar sind.
* Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, eine soziale Anwaltschaft für die bei uns betreuten jungen Menschen wahrzunehmen und ihre oft wenig beachteten Interessen zu unterstützen.
* Ziel unserer Hilfeangebote ist die Umsetzung veränderter Handlungsperspektiven im Alltag. Aus diesem Grunde ist es notwendig, dass die Hilfen – entsprechend den aktuellen Möglichkeiten des betreuten Menschen – eine nahe Alltagsorientierung aufweisen. Dies verwirklichen wir auch durch Rückkoppelung der Hilfe für das Kind an die Familie und das Lebensumfeld, sowie Kooperation mit Institutionen im Umfeld. Wir praktizieren gezielte, auf den speziellen Bedarf abgestimmte Eltern. Und Familienarbeit und/oder Aufteilung dieser Aufgabe mit anderen Fachdiensten, auf Grundlage der Hilfeplanung.

 

Rolle von öffentlichem Träger und Leistungserbringer


* Dem öffentlichen Jugendhilfeträger obliegt die Entscheidungsbefugnis bzgl. der Hilfegewährung, der Festlegung von Umfang, Intensität und Dauer der Hilfe. Auf der Basis einer partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit sollten die gemeinsamen Erfahrungen aller Beteiligten hierbei adäquat berücksichtigt werden.
* Wir orientieren unsere Leistungsangebote an dem vom öffentlichen Träger benannten Bedarf und dessen Zielvorstellungen, sowie den fachlichen Notwendigkeiten. Unsere Einrichtung schafft für die Erfüllung unseres gesetzlichen Auftrags im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch spezielle pädagogische und therapeutische Rahmenbedingungen. Wir stellen professionelles, fachliches Handeln sowie spezielles Fachwissen zur Verfügung.

 

Merkmale der Strukturqualität


* Alle Entscheidungs- und Organisationsprozesse orientieren sich am individuellen pädagogischen und/oder therapeutischen Bedarf des betreuten Menschen.
* Wir verfügen über ein angemessenes Informations-, Koordinations- und Dokumentationssystem. Dort werden alle relevanten, internen Prozesse dokumentiert. Alle an einem Prozess Beteiligten haben Zugang zu den für sie relevanten Anteilen der Dokumentation.
* Im Rahmen der Bezugsbetreuung streben wir eine hohe Personalkontinuität an. Wir gewährleisten die ständige Erreichbarkeit eines Verantwortungs- und Entscheidungsträgers.
* Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist eine Wissensbasis, welche die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt. Die Weiterentwicklung von fachlicher Qualifikation und persönlicher Kompetenz der MitarbeiterInnen gewährleisten wir durch fachliche Anleitung, Fort- und Weiterbildung, sowie durch Teamsupervision.
* Wir gewährleisten eine positive Personalentwicklung, förderliche Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung von MitarbeiterInnen. Raum- und Sachausstattung entsprechen den zu erbringenden Leistungen und Notwendigkeiten.
* Wir gewährleisten die Beschäftigung einer ausreichenden Anzahl von Fachkräften mit entsprechender Qualifikation und persönlicher Eignung gemäß der Entgeltvereinbarung und Leistungsbeschreibung. Unsere Führungskräfte sind sich der Gesamtverantwortung bewusst und für die Führungsaufgabe persönlich geeignet.
* Wir verfügen über einen Dienstplan, der sich am individuellen pädagogischen Bedarf der Betreuten orientiert. Bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen und Dienstplanung werden die Belange des gemeinsamen Auftrags, die der Einrichtung, sowie die Belange des Arbeitnehmers berücksichtigt.

 

Merkmale der Prozess- und Ergebnisqualität


* Wir verstehen unter Prozessqualität, dass wesentliche Schlüsselprozesse der Arbeit mit den dazugehörigen Zielen, Verantwortlichkeiten und Mitteln festgelegt, beschrieben und aufeinander abgestimmt sind. Wichtige Prozessmerkmale sind für uns z. B.:
o Angemessenheit der Problembearbeitung
o Lösungsorientiertes Vorgehen
o Orientierung an den Ressourcen
o Koordiniertes und strukturiertes Vorgehen
o Einhaltung der Qualitätsstandards in unserer Einrichtung
o Individualisierung der Hilfen
o Partizipation möglichst aller Prozessbeteiligten (Eltern/Sorgeberechtigte, Kind, Jugendamt,…)
o Transparenz, Nachvollziehbarkeit der Prozesse und Information darüber an die am Prozess Beteiligten
o Bedarfsgerechte, zeitnahe Zügigkeit in Prozessabläufen
* Wir gewährleisten Transparenz hinsichtlich
o der Ausgestaltung und Umsetzung des Hilfeplans,
o der erbrachten Leistungen und ihrer Wirksamkeit,
o der fachlichen Standards,
o der angewandten Konzepte und Methoden, sowie deren Konkretisierung,
o der Nachvollziehbarkeit fachlicher Aussagen, Begründungen und perspektivischen Empfehlungen,
o der Strukturen für Planung, Steuerung und Verlauf des Hilfeprozesses

* Wir führen in regelmäßigen Abständen eine verlaufs- und ergebnisorientierte Beobachtung der Hilfeprozesse durch, in die alle Beteiligten eingebunden sind. Dabei findet eine strukturierte Reflexion der Wirksamkeit von Prozessen, sowie der förderlichen und erschwerenden Faktoren statt.

 

  • Krisen: Prävention – Management – Aufarbeitung
    - Unsere Mitarbeiter werden präventiv durch Ausbildung und flexible Handlungskonzepte (Leitfäden) auf Krisen vorbereitet.
    - Im Krisenfall stellen wir die rechtzeitige Erfüllung der Informationspflichten unter Beteiligung aller Betroffenen, sowie die Dokumentation der Krise und ihrer Bewältigung sicher. Das akute Krisenmanagement wird von allen Beteiligten durch ein Höchstmaß an Offenheit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstreflexion unterstützt. Unter Umständen beteiligen wir externe Fachleute und Institutionen an der Krisenbewältigung.
    - Durch Reflexion und Aufarbeitung der Krisen werden innerhalb der Einrichtung gegebenenfalls Veränderungsprozesse in Gang gesetzt.

 

  • Wirtschaftlichkeit
    - Zur Erfüllung unseres Auftrages und zur Absicherung der Arbeitsplätze beruhen die Entscheidungen und Handlungen des Trägers auf der Verantwortung gegenüber der Existenzsicherung der Einrichtung. Die wirtschaftliche Führung erfolgt kostenbewusst und effizient.
    - Zur Erfüllung unseres Auftrages und Sicherstellung der Existenz der Einrichtung werden zu jedem Zeitpunkt auch folgende Aspekte berücksichtigt:
    - Pläne für Krankheits- und Urlaubsvertretung
    - Funktionierendes Krisenmanagement
    - Vorausschauendes Risikomanagement
    - Konzepte für Unternehmensnachfolge

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