Pädagogium Neckarbischofsheim :: Hauptstraße 34 :: 74924 Neckarbischofsheim

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PÄDAGOGISCHE LEITGEDANKEN


Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§ 1 Abs. 1 SGB VIII)


Wir gehen im Grundsatz davon aus, dass kein Kind von Geburt an „böse“ oder delinquent ist. Dies entwickelt sich erst im Laufe der Zeit, durch mangelnde, falsche oder gar gänzlich fehlende Erziehung durch Eltern und das soziale Umfeld, durch negative Vorbilder im persönlichen Umfeld oder durch negativ prägende Erlebnisse und Erfahrungen. Hierdurch werden Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und im Reifeprozess zu dem geformt, was sie in ihrer jetzigen Lebenssituation darstellen.

Um mit ihnen Verhaltensänderungen erreichen zu können, muss man zunächst diesen Ist-Zustand analysieren, eine genaue Anamnese erstellen, um dann die persönlichen Ressourcen des einzelnen Kindes oder Jugendlichen herauszuarbeiten. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die positiven Ressourcen des jungen Menschen in den Vordergrund unserer Arbeit zu stellen, diese herauszuarbeiten und zu fördern. Wir bieten hierzu den Rahmen, die Grenzen und festen Strukturen, die ein heranwachsender braucht, um sich zu entwickeln. Darüber hinaus bedarf es einer gemeinsamen Hilfeplanung mit allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen, um die Entwicklung in kleinen Schritten zu planen und Entwicklungsschritte nachvollziehbar zu machen.

Lernen durch Erfahren bzw. durch Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes, ist ein wichtiger Grundsatz unserer pädagogischen Arbeit. Der Erwachsene soll dem jungen Menschen behilflich sein, Erfahrungen zu sammeln, ihm notwendige Strukturen geben und Grenzen setzen. Die Verhaltensänderung liegt jedoch einzig und allein in der Entscheidung des jungen Menschen. Nur durch Verantwortungsübernahme für sein Handeln, kann eine anhaltende Verhaltenänderung erreicht werden – und hierzu bedarf es der Eigenmotivation des jungen Menschen.

Lernen heißt aber auch Teilhabe an der Gemeinschaft und Teilhabe an Entscheidungen. Hierbei ist uns die Partizipation der Bewohner ein wichtiger Faktor. Gemeinsam mit den Bewohnern werden die Hausregeln besprochen und beschlossen. In einem gemeinsamen Dialog werden diese regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst und verändert. Dieser Prozess der Mitsprache soll zum einen den gegenseitigen Respekt fördern, zum anderen die Kinder und Jugendlichen mit in die Verantwortung für ihr gemeinsames Leben nehmen. 

Im Pädagogium stellt das Erziehungspersonal in gewisser Weise einen Elternersatz dar. Erst die emotional tragfähige Beziehung zu einem Erwachsenen befähigt den jungen Menschen in einer Gruppe zu agieren. Diesbezüglich ist die Erziehung in der Wohngruppe stark an einer partnerschaftlichen Beziehung zwischen Erzieher und Betreutem orientiert, welche nach Möglichkeit von emotionaler Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Akzeptanz getragen sein soll.

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